Nazis erobern Dresdens Innenstadt/Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten

Am 17. Juni, einem Tag des Widerstands gegen Diktatur und für die  
Freiheit aller Menschen, instrumentalisierten Neonazis  erneut die
Geschichte. Unter dem Motto "Damals wie heute" marschierten 120 Nazis  
ohne große Gegenwehr durch Dresdens Innenstadt.

Wir als Grüne Jugend wollen  nicht in einer Stadt leben, in der braunes Gedankengut einfach durch  die Straßen ziehen kann. Der Dresdener Stadtrat hat sein Versprechen vom 13. Februar, den Nazis deutlich Paroli zu bieten, bisher nicht  wahr gemacht. Den Worten müssen endlich Taten folgen!

Wir wollen vielmehr in einer Stadt leben, in der die Menschen sich der rechten Gefahr entgegenstellen und sensibel sind für das Problem. Dabei helfen aber Kritik an oder gar die Kriminalisierung von zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Nazis nicht weiter!

Außerdem kritisieren wir das Verhalten der Polizei:

Die Polizei ging mit einer eskalierenden Strategie gegen die wenigen  Gegendemonstranten vor. Beamt_innen übten wahllos Gewalt an aufgebrachten  Passant_innen aus. Auch wir von der Grünen Jugend mussten erfahren, dass Polizist_innen nicht davor zurück schrecken, auch Frauen anzugreifen, ein Mitglied der GJ Dresden wurde von einem vorbeilaufenden Polizisten ohne Grund ins Gesicht geschlagen. Wir fragen uns, was das mit dem Schutz einer Demonstration zu tun hat.

Wir wollen, dass Polizist_innen sich mehr als  Verteidiger_innen von Vielfalt, Demokratie und Menschenwürde sehen und nicht  den Menschen das Leben schwer machen, die gegen Nazis auf die Straße  gehen.