Grüne Jugend Dresden verurteilt antisemitische Hetze
Mittwoch, den 11. November 2009 um 22:12 Uhr
Wir als Grüne Jugend sind schockiert über die antisemitischen Schmierereien an der Synagoge der Jüdischen Gemeinde in Dresden. Wir verurteilen diese Hetze auf das Schärfste und wollen an dieser Stelle auch unser Mitgefühl und unsere Solidarität gegenüber der Jüdischen Gemeinde zum Ausdruck bringen.
Pünktlich zum 9. November und dem Gedenken an die Pogromnacht 1938 wird wieder einmal offensichtlich, dass man sich in Dresden und ganz Sachsen nicht zurücklehnen kann, wenn es um das Thema Rechtsextremismus geht. Immer noch werden Antisemitische Vorurteile in der deutschen Gesellschaft gepflegt und Ressentiments geschürt.
„Besonders Dresden ist und bleibt eine Problemstadt. Samstag abend sangen heimkehrende Dynamofans, die den Sieg der Mannschaft in Jena feierten, lautstark ‚Ein Jude an jedem Baum, von der Elbe bis nach Auschwitz.’ Vielleicht sollte die Soko Rex auch in diesem Umfeld ermitteln.“, meint Laura Piotrowski, Mitglied im Stadtvorstand der Grünen Jugend Dresden. Für sie ist es unglaublich, dass ein Gebäude wie die Synagoge vor dem antisemitischen Normalzustand der deutschen Bevölkerung nicht ausreichend geschützt wird. Gerade im Vorfeld des 09. Novembers.
Wir fordern die Oberbürgermeisterin dazu auf, mehr zu tun, als vor der Synagoge an einem Tag im Jahr Reden zu schwingen. Wir fordern mehr Engagement im Kampf gegen Antisemitismus und Rassismus. Besonders wichtig erscheint uns dabei die Aufklärungsarbeit an allgemeinbildenden und insbesondere an Berufsschulen.
Hinschauen, Aufklären, den Dialog suchen und sich nicht verstecken sollte die Devise sein!




