Position der Grünen Jugend Dresden zur Waldschlösschenbrücke
Die Grüne Jugend Dresden befürchtet, dass die aktuelle Debatte um den möglichen Bau eines Tunnels verdeckt, dass eine wie auch immer geartete Elbquerung an dieser Stelle eine verkehrspolitische Fehlentscheidung darstellt. So sollte die Waldschlösschenbrücke die anderen Elbbrücken entlasten, jedoch sind die in den 1990er Jahren errechneten Entlastungszahlen durch den Brückenneubau bereits heute aufgrund eines sinkenden Verkehraufkommens in Dresden erreicht.
Nach allem was bekannt ist, kann der Tunnel auf Grund der örtlichen Topographie nicht unterirdisch gebaut werden. D.h. die Elbe müsste an dieser Stelle aufgestaut und umgeleitet werden, weiterhin würden mit Sicherheit durch solche Bauarbeiten in direkter Nähe zur Elbe Schadstoffe eingetragen und die zum Teil noch intakten Elbwiesen würden zerstört. Dies wäre kein großer Unterschied zur Umweltzerstörung durch den Brückenbau.
Der Bau einer Elbüberquerung kostet zudem ungefähr 157 Millionen Euro. Viel Geld, das auch für sichere, ausgebaute Fahrradwege und den effektiveren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs verwendet werden könnte. Oder wie wäre es mit neuen Schwimmbädern? Mehr Freizeitangebote schaffen für Dresdner und Urlauber und, und, und … es gäbe sicherlich noch viele weitere unterstützenswerte Projekte. Die Grüne Jugend Dresden will zukunftsweisend denken und handeln. Die Förderung des Automobilverkehrs scheint bei der immer rascheren Dezimierung der Rohstoffe allzu irrsinnig.
Die Grüne Jugend Dresden begrüßt nichtsdestoweniger die Versuche, den Welterbetitel zu erhalten. Denn die Verleihung des Welterbtitels stellt nicht nur eine Auszeichnung dar, sondern beinhaltet auch die Verpflichtung, das Welterbe zu schützen und zu erhalten.




