Datenschutz

Grüne Jugend schreibt in der Oktoberausgabe des SKUNK über Datenschutz und Internet

Emma – Das Orkantief, das Anfang des Jahres eine Lufthansa-Maschine bei der Landung in Hamburg mit dem Tragflügel aufsetzen ließ. Maxi – der Name der jungen Co-Pilotin, die am Steuer saß. Maxi stammt aus gutem Hause, treibt gerne Sport, war als Cheerleaderin aktiv und Freunde waren ihr immer wichtig. In der Bildzeitung waren am nächsten Tag Bilder der jungen Pilotin im Urlaub zu sehen. Dieser Fall ereignete sich Anfang des Jahres 2008 – nur ein Beispiel für den sorglosen Umgang mit personenbezogenen Daten in Plattformen wie StudiVZ (dort hatte die Bildzeitung all ihre Infos her), SchülerVZ oder Facebook.

Die Grüne Jugend setzt sich für mehr Aufmerksamkeit für das Thema Datenschutz ein. Heute eine Kundenkarte bei Ikea oder von Payback, morgen ein Onlinedurchsuchungsrecht. Wer hat an welchem Tag welches Produkt gekauft? Wollen wir uns vollkommen offen legen?

Datenhandel ist schon längst ein großes Geschäft und macht sehr deutlich, wie wertvoll uns persönliche Daten sein sollten. Nutzt euer Recht auf informationelle Selbstbestimmung! Auch wer nichts zu verbergen hat, kann seine Privatsphäre aufs Spiel setzen.

Die Grüne Jugend fordert den Ausbau von Medienkompetenz als Unterrichtsbestandteil, die Beschäftigung mit Themen wie Datenschutz z.B. im Informatikunterricht und die Aufklärung über soziale Netzwerke im Internet. Nur durch Datensparsamkeit, Zweckbindung und Vertraulichkeit kann man auch in Zukunft davon ausgehen, einem Fremden unbekannt zu sein.

Dieser Artikel unseres Mitglieds Antje Berthold (unter Mitarbeit von Christoph Schimke) erschien in der Oktoberausgabe 2008 des Jugendmagazins Skunk (http://www.skunk.de/).

Die GRÜNE JUGEND DRESDEN unterstützt den Aufruf des Landtags- und Stadtratsabgeordneten Johannes Lichdi

Die GRÜNE JUGEND DRESDEN unterstützt den Aufruf des Landtags- und Stadtratsabgeordneten Johannes Lichdi, der Bürgerinnen und Bürger dazu auffordert, bei den zuständigen Meldeämtern Einspruch gegen den Verkauf ihrer Meldedaten einzulegen.

Nach geltendem Recht (den Paragraphen 30 bis 33 des Sächsischen Meldegesetzes) haben Bürgerinnen und Bürger des Freistaates Sachsen derzeit die Möglichkeit, gegen die Weitergabe ihrer Daten aus den Melderegistern an Religionsgesellschaften, Parteien und Wählergruppen sowie Adressbuchverlage und ähnliche Firmen zu widersprechen, anstatt diese Explizit zu genehmigen.

Da der Dresdner Stadtrat in seinem aktuellen Haushaltsentwurf für 2007/2008 Einnahmen von 375.000 Euro für einen solchen Datenhandel plant, sollte jedeR seine Rechte wahrnehmen und den entsprechenden Verkauf seiner/ihrer Daten verbieten. Dies ist recht einfach möglich.

Über diesen Link kann mensch sich einfach ein entsprechendes Widerspruchsfomular des Sächsischen Datenschutzbeauftragten herunterladen. Einfach ausfüllen und an das zuständige Meldeamt schicken und der Datenhandel ist mit den eigenen Meldedaten ist unterbunden.

Weitere Informationen: