Position der GRÜNEN JUGEND DRESDEN zur Energie-Politik

Die GRÜNEN JUGEND DRESDEN fordert in der Energiepolitik einen möglichst schnellen Umstieg auf eine 100-prozentige Versorgung mit erneuerbaren Energien. Diese Forderung bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf den Bereich der Elektrizitätsversorgung, sondern auch für den Verkehr und Transport sowie die Wärmebereitstellung. Der Grund für diese eindeutige Positionierung ist nicht das sture Verharren in grünen dogmatischen Ansichten, sondern vielmehr die Einsicht, dass alle anderen zurzeit genutzten Energieressourcen endlich sind.

Zur Erreichung dieser Zielstellung müssen wir die Errichtung von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien weiter fördern und weniger dieser Energien verschwenden.

An die Stadt Dresden ergeben sich damit folgende Forderungen:

Zum einen sollte die Stadt bei der Sanierung kommunaler Gebäude wie Schule, Kitas oder Verwaltungsgebäude mindestens den Passivhausstandard einhalten. Wenn möglich können durch die Installation von Solarkollektoren, Photovoltaikanlagen oder kleinen Blockheizkraftwerken auch Positivenergiehäuser entstehen. Dies würde nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch langfristig geringe Nebenkosten der Gebäude sicherstellen. Falls die Stadt nicht selbst diese Anlagen errichten und betreiben will, so muss sie wenigstens die ungenutzten Flächen interessierten Investoren zu Verfügung stellen.

Des Weiteren kann die Stadt Dresden durch ihre 55%ige Beteilung an der Drewag dafür eintreten, dass der städtische Energieversorger selbst Anlagen zu Erzeugung erneuerbarer Energien errichtet. Außerdem muss die Drewag ihre bestehenden Anlagen langfristig auf den Betrieb mit erneuerbaren Bioenergieträgern umstellen. Gemeint ist damit die vermehrte Nutzung von Biogas im GUD-Kraftwerk (Gas-Und-Dampf-Kraftwerk) Nossener Brücke und der Einsatz von Biomasse in den Heizkraftwerken.

Für die Dresdner bedeutet ein Umstieg auf erneuerbare Energien folgendes:

Zunächst kann jeder als ersten Schritt zu einem Stromanbieter wechseln, der seinen Strom nur aus erneuerbaren Energiequellen gewinnt. Außerdem gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten den eigenen Energieverbrauch im Alltag zu reduzieren. Neben den oft erwähnten Energiesparlampen lassen sich besonders große Effekte durch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und/oder des Fahrrades auf den täglichen Weg zur Schule, Arbeit oder Uni erzielen.

Entscheidende Schritte für mehr Energieeffizienz lassen sich vor allem bei der Gebäudesanierung vollziehen. Deshalb sollte jeder prüfen wie hoch der spezifische Energieverbrauch (Wärmeenergienutzung/Wohnfläche) der eigenen Wohnung ist. Maßnahmen lassen sich dabei sowohl als Besitzer als auch als Mieter von Wohneigentum einleiten. Während Hausbesitzer eigenständig die Dämmung des Eigenheims und die Nutzung regenerativer Energien zur Wärme und Stromgewinnung einleiten können, besteht für Mieter die Möglichkeit sich mit ihrem Vermieter über diese Themen zu unterhalten und Verbesserungsmaßnahmen zur langfristigen Senkung der Nebenkosten einzufordern. Eine besondere Rolle können dabei Mini-Blockheizkraftwerke in Mietshäusern spielen, die mit Bioenergieträgern gefeuert werden.

Die Abbildungen dieses Artikels sind folgenden Broschüren des Bundesministeriums für Umwelt entnommen:

Dieser Artikel stammt von unserem Mitglied Christoph Schimke.