Position der Grünen Jugend Dresden zu Gentechnik in Sachsen

Die Idee der Grünen Gentechnik ist ja im Grunde nichts Schlechtes. Wir nehmen uns eine lebenswichtige nährstoffreiche Pflanze wie den Mais, machen sie resistent gegen alle schlechten äußeren Einflüsse und machen sie so stark, dass sie noch ertragsreicher wird. Der Mais gedeiht prächtig und wahrscheinlich könnten wir mit dem Ertrag die ganze Menschheit satt machen.

Wenn das doch alles nur so einfach wäre. Denn die ganze Sache hat zwei Haken. Erstens wird Mais nicht in allererster Linie dafür angebaut um die hungernde Weltbevölkerung zu ernähren und zweitens sind die langfristigen Auswirkungen der genmanipulierten Pflanzen auf die restliche Umwelt und den Menschen noch zu wenig erforscht.

Mensch weiß heute, dass genmanipulierte Pflanzen auf die angrenzende Umwelt negative Einflüsse haben können. Der Primär- und Sekundärstoffwechsel der genmanipulierten Pflanze verändert sich und kann einen schädigenden Einfluss auf den Stoffwechsel von Tieren haben und damit auch auf den Menschen. Auch können unerwünschte Kreuzungen mit anderen Pflanzen stattfinden, die diese lebensunfähig machen.

Durch genmanipulierte Pflanzen die gegen bestimmte Herbezide (Unkrautbekämpfungsmittel) resistent gemacht werden, steigt auf den Feldern mit genmanipulierten Pflanzen der Selektionsdruck für Unkräuter und Schädlinge.

Durch natürliche Mutation überleben nur diejenigen ihrer Art, die selbst gegen die Herbizide resistent sind. So bilden sich mittel- bis langfristig Resistenzen gegen Herbizide, so dass diese auch im konvenzionellen Landbau nicht mehr zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung eingesetzt werden können. Ausführliche Studien zu all diesen Themengebieten fehlen bisher.

Die Grüne Jugend Dresden ist der Meinung, dass die genannten Tatsachen einen vermehrten Anbau von genmanipulierten Pflanzen nicht rechtfertigen. Es gibt in unseren Augen keine guten Gründe, den Anbau von genmanipulierten Pflanzen positiv zu bewerten und zu unterstützen.

Wir werden mit Aktionen und Aufklärungsmaterial an euch herantreten und für gentechnikfreien Pflanzenanbau werben.