Gleichberechtigung
GRÜNE JUGEN DRESDEN schreibt im SKUNK zum Thema Gleichberechtigung
Das Thema Gleichberechtigung ist nach wie vor aktuell, auch wenn sich die Zeiten der „klassischen“ Ehekonstellation „Verdiener-Mann und Haus-Frau“ geändert haben. Männer sind heute sehr wohl in der Lage, ihre Wäsche selbst zu waschen und Frauen scheuen sich nicht mehr davor, den Akkuschrauber selbst in die Hand zu nehmen.
Um die individuelle Chancengleichheit aber wirklich zu erreichen, müssen noch viele Rahmenbedingungen verändert werden. Ausreichend geeignete Kinderbetreuungsplätze würden sowohl Männern als auch Frauen den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern. Gleiche Chancen für Männer und Frauen bei der Vergabe des Sorgerechts würden dem Kind wohl am meisten nützen. Demokratische und transparente Einstellungs- und Beförderungsverfahren würden den Weg für Frauen in die Führungsetagen erleichtern.
Auch in den Köpfen muss sich noch einiges tun. Steigen Männer aus dem Beruf aus, um sich der Kinderbetreuung zu widmen, werden sie schnell schief angeschaut und in vielen Familien tragen Frauen immer noch die Doppelbelastung Kinder / Haushalt und Beruf allein. Es ist nach wie vor so, dass Frauen zunehmend in frühere so genannte Männerbereiche vorgedrungen sind, Männer aber nicht unbedingt in die der Frauen. Andererseits dürfen natürlich frei gewählte klassische Konstellationen auch nicht geächtet werden.
Das eigentliche Ziel ist und sollte daher sein, dass Frauen und Männer Individuen sein dürfen, die unabhängig von ihrem Geschlecht ihren Weg im Leben gehen können.
Dieser Artikel unseres Mitglieds Doreen Fiss (unter Mitarbeit von Antje Berthold) erschien in der Januarausgabe 2009 des Jugendmagazins Skunk (http://www.skunk.de/).
Position der GRÜNE JUGEN DRESDEN zum Thema Gleichberechtigung
Vor 50 Jahren (1.Juli 1958) trat das Gleichberechtigungsgesetz in Kraft, was hat sich seitdem getan?
Die Grüne Jugend Dresden ist der Meinung: Noch viel zu wenig. Noch immer verdienen Frauen in den gleichen Berufen weniger, noch immer liegt die Beschäftigungsrate der Frauen deutlich unter der der Männer, noch immer bleiben meist die Frauen für die Kinderbetreuung zu Hause und haben den größten Teil der Hausarbeit zu erledigen und noch immer sitzen viel zu wenige Frauen in den Zentren der Macht.
Damit sich dies ändert, hat sich die Grüne Jugend verpflichtet, alle Ämter frauenquotiert zu besetzen und geschlechtergerechte Sprache zu benutzen. Eine gute Lösung ist z.B. das Binnen-I. Außerdem setzen wir uns ein für das Verbot von sexistischer Werbung, für eine geschlechtsneutrale Erziehung, für emanzipierte Jungen- und Männerarbeit, für gleiche Löhne für Frauen und vieles mehr.
Weitere Informationen
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